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  • Esther Zerback

Vitamin D

Aktualisiert: 28. Okt 2019



Vitamin D ist das einzige Vitamin, welches unter bestimmten Voraussetzungen selbst im menschlichen Körper gebildet werden kann und daher per Definition eigentlich gar nicht zu den Vitaminen zählt.


Bei regelmäßiger Sonnenbestrahlung von ausreichender Intensität ist die menschliche Haut in der Lage so viel Vitamin D zu produzieren, dass der Bedarf gedeckt werden kann. Nun könnte man meinen, dass man sich aufgrund der Vitamin-D-Synthese durch die eigene Haut keine Sorgen um die Entstehung eines Vitamin-D-Mangels machen muss. Tatsächlich gibt es aber einige Faktoren, die die Vitamin-D-Synthese beeinträchtigen können.


Dazu zählt unter anderem die Verwendung von Sonnencreme, das Alter und ein saisonaler Einfluss. In Deutschland beispielsweise ist die Sonneneinstrahlung im Schnitt nur zwischen April und September stark genug, um eine ausreichende Vitamin-D-Synthese in der Haut zu ermöglichen. Auch vermehrte Wolkenbildung oder andere atmsophärische Faktoren können die hauteigene Synthese vermindern. Wenn man sich zusätzlich noch viel in geschlossenen Räumen aufhält, kann das dazu führen, dass die Bildung von Vitamin D nicht ausreicht, um den eigenen Bedarf zu decken.

Die Funktionen, die Vitamin D im menschlichen Körper hat, sind vielfältig. Vitamin D beeinflusst u. a. beispielsweise die Knochenbildung, spielt eine Rolle in der Muskelentwicklung und -funktion und ist an der Aufrechterhaltung des Gleichgewichts von Calcium und Phosphat im Körper beteiligt.

In der Natur kommt Vitamin D nur begrenzt vor. Fettreiche Seefische wie Bückling oder Hering beinhalten beachtliche Mengen an Vitamin D. Leber von Hühnern und Kälbern sowie Eier stellen ebenfalls Vitamin-D-Quellen dar, die im Vergleich zu den genannten Fischsorten allerdings deutlich weniger Vitamin-D enthalten. Avocados, Pfifferlinge und Champignons sind pflanzliche Quellen für geringe Vitamin D-Mengen.

Die Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie II, einer bundesweiten Befragung von Jugendlichen und Erwachsenen zu ihrer Ernährung, zeigen, dass Vitamin D in Deutschland zu den kritischen Vitaminen zählt. 82 % der Männer und 91 % der Frauen erreichen die Empfehlung für Vitamin D nicht. Deshalb empfiehlt die DGE bei fehlender eigener Synthese eine Supplementation, die sich bei Jugendlichen und Erwachsenen auf 20 µg/Tag beläuft.


Biesalski HK, Grimm P, Nowitzki-Grimm S (2017): Taschenatlas Ernährung. 7. unveränderte Auflage. Stuttgart: Georg Thieme Verlag*


DGE e. V. (2019): Vitamin D (Calciferole). Online: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/vitamin-d/(Zugang: 19.10.2019)


Elmadfa I, Leitzmann C (2015): Ernährung des Menschen. 5. vollständig überarbeitete und erw. Auflage. Stuttgart: Eugen Ulmer*


MRI (Hrsg.) (2008): Nationale Verzehrsstudie II. Die bundesweite Befragung zur Ernährung von Jugendlichen und Erwachsenen. Online: https://www.mri.bund.de/fileadmin/MRI/Institute/EV/NVSII_Abschlussbericht_Teil_2.pdf (Zugang: 19.10.2019)


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